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TRG-Memo Nr. 30 – Signifikante Finanzierungskomponente

Hintergrund

Bei der Einbeziehung einer signifikanten Finanzierungskomponente im Rahmen der Bestimmung des Transaktionspreises wurden folgende Aspekte diskutiert:

1.

Anwendung der Richtlinie, wenn die versprochene Gegenleistung der Barzahlung entspricht

2.

Verbot des Standards, nicht wesentliche Finanzierungskomponenten anzusetzen

3.

Anwendung der 1-Jahresgrenze des IFRS 15.63 auch bei einem einzigen Zahlungsstrom für mehrere Leistungsverpflichtungen

4.

Berechnung der Zinsen bei Vorliegen einer signifikanten Finanzierungskomponente

5.

Anwendung der Richtlinie bei Vorliegen von mehreren Leistungsverpflichtungen

TRG-Diskussion

Zu 1.Es sollte nicht automatisch angenommen werden, dass eine Finanzierungs-komponente vorliegt, wenn der Listenpreis, der Barpreis und die versprochene Gegenleistung identisch sind
Zu 2.Aus Sicht des TRG besteht kaum Relevanz, da Unternehmen nicht signifikante Finanzierungskomponenten nicht freiwillig ansetzen werden, es liegt allerdings aus Sicht des TRG kein Verbot vor
Zu 3.Zwei Möglichkeiten: Zahlungen auf die zuerst erfüllte LVP angerechnet, falls Zahlung unmittelbar von Gut/DL abhängig oder Zahlungen werden gleichmäßig auf alle LVP angerechnet wenn Zahlung nicht unmittelbar an bestimmte(s) Gut/DL geknüpft
Zu 4.Kein Vorschläge des TRG — Verweis auf IFRS 9
Zu 5.Verweis auf die Richtlinie zur Verteilung von Discounts auf mehrere Leistungsverpflichtungen; es ist durchaus auch vorstellbar, dass sich eine Finanzierungskomponente auch nur auf eine einzige Leistungsverpflichtung bezieht

 IASB Entscheid: Keine Anpassung, da Anwendung klar.

Ansprechpartner
FAS AG Dr. Christian Herold Partner