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TRG-Memo Nr. 16 – Bereitschaftsverpflichtungen

Hintergrund

Gemäß IFRS 15 kann ein Vertrag die Zusage enthalten, laufend bereitzustehen um Güter zu liefern oder Leistungen zu erbringen. Dabei ist bislang unklar, worin die Zusage im Rahmen einer „typischen“ Bereitschaftsverpflichtung besteht.

  • Möglichkeit 1: Die Zusage besteht in der Zusicherung, dass der Kunde Zugang zu dem Gut oder der Dienstleistung haben wird.
  • Möglichkeit 2: Die Zusage besteht in der Lieferung oder der Leistung an sich. Zudem ist es nicht eindeutig, wie ein Unternehmen den Leistungsfortschritt für die Erfüllung einer Bereitschaftsverpflichtung, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht wird, bestimmen sollte.

 

TRG-Diskussion

Die TRG-Mitglieder sprachen sich für Möglichkeit 1 aus.

Bezüglich des Leistungsfortschritts waren die Mitglieder weitgehend der Meinung, dass eine zeitbasierte Bemessung angemessen sei, wenn ein Unternehmen erwarte, dass der Kunde den mit der Zusage verbundenen Nutzen innerhalb der Vertragslaufzeit erhalte und in Anspruch nehme. Dagegen sei eine anteilige Erfassung nicht angemessen, wenn der Nutzen nicht gleichmäßig über die Vertragslaufzeit verteilt sei. Als Beispiel wurde ein Jahresvertrag über Schneeräumung genannt, der im Winter zwangsläufig mehr Nutzen bringt. Ein pauschales Zurückgreifen auf ein lineares Modell zur Umsatzrealisierung wird von den Mitgliedern abgelehnt.

 

IASB Entscheid: Keine Anpassung, da Anwendung klar.

Ansprechpartner
 Dr. Christian Herold Partner