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Toolauswahl – the winner is…

Wesentlich für die erfolgreiche Neuausrichtung der Bankplanung ist eine bedarfsgerechte und leistungsstarke Toolunterstützung. Die Herausforderung bei der Toolauswahl besteht darin, neuartige Wege der Datenmodellierung und Ad-hoc-Fähigkeit zu ermöglichen und gleichzeitig die Integration in die bestehende IT-Architektur zu gewährleisten.

Neuartige Anforderungen beziehen sich unter anderem auf Art und Umfang von Szenariorechnungen und Ad-hoc-Analysen. Flexible Datenmodellierungen zur Anpassung bestehender Produkte sowie zur Erfassung potentiell neuer Produkte für Modellierungs- beziehungsweise Planungszwecke, sind umzusetzen. Hierbei ist die Zeit der kritische Erfolgsfaktor. Langwierige Berechnungsläufe, die Ergebnisse „overnight“ oder in noch längeren Zeiträumen produzieren, sind im Rahmen des Planungsprozesses nicht zukunftsfähig.

Es besteht eine starke Wechselwirkung zwischen der bankinternen Planung und der Erfüllung regulatorischer Anforderungen (IRRBB, ICAAP sowie ILAAP). Auch regulatorische Anforderungen werden regelmäßig weiterentwickelt. Die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen sowie die Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen der aufsichtsrechtlichen Kennzahlen als Bestandteil der Planung stellen einen weiteren Schwerpunkt im Lastenheft einer tragfähigen Toolauswahl dar.

Was gilt es bei der Toolauswahl zu beachten?

Für die Toolauswahl haben sich in der Praxis institutsunabhängig folgende Schritte als zielführend im Sinne der Entscheidungsfindung herausgestellt:

  • Definition fachlicher und technischer Anforderungen

Erarbeitung der fachlichen und technischen Anforderungen an die Ziellösung. Der Detailierungsgrad des Anforderungskatalogs und die Gewichtung der verschiedenen Anforderungen entscheidet maßgeblich über den Erfolg des Toolauswahlprozesses.

  • Vorauswahl potentieller Systemanbieter (long list)

Auf Basis von Softwaredatenbanken, qualifizierten Studien, Referenzen und gegebenenfalls weiteren Quellen erfolgt eine erste Auswahl möglicher Toolanbieter (long list). Die Anbieter der long list erhalten den abgestimmten und gewichteten Fragenkatalog neben ergänzenden Informationen als Request for Proposal. Gleichzeitig ist seitens der potentiellen Systemanbieter der finanzielle Rahmen der möglichen Systemimplementierung und Referenzkunden zu beziffern.

  • Bewertung der Systemanbieter – Erstellung short list

Die Rückmeldungen der potentiellen Systemanbieter werden anhand des gewichteten Anforderungskatalogs bewertet. Auch wirtschaftliche Kriterien sind zu berücksichtigen. Kontakte zu Referenzkunden können als weitere Beurteilungsgrundlage aufgenommen werden. Die Systemanbieter mit der höchsten Abdeckung der gewichteten Anforderungen werden zu einer short list zusammengefasst.

  • Systemauswahl auf Basis von Systemvorführungen/PoC

Die Anbieter der short list werden zu einer Systemvorführung im Sinne eines Proof-of-Concepts (PoC) eingeladen. Diese Termine werden in der Regel auf Basis konkreter, auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmte, Planungsszenarien beziehungsweise use cases durchgeführt. Hierdurch lässt sich der Erkenntnisgewinn und die Qualität der Entscheidung im Vergleich zu einer standardisierten und wenig zielgerichteten Verkaufspräsentation wesentlich steigern.

  • Entscheidung – the winner is…

Die Systemvorführungen werden ausführlich analysiert und bewertet. Eine Bewertungsmatrix kann die objektive Bewertung verbessern. Als Ergebnis der Systemauswahl wird der Systemanbieter mit der höchsten Abdeckung der gewichteten Anforderungen ausgewählt.

Unterstützung der FAS bei der Auswahl des passenden Tools

Die Experten der FAS begleiten Sie während des gesamten Auswahlprozesses mit dem Ziel, die für Ihr Institut beste Lösung zu identifizieren.

Bei Interesse und für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.