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CSR-Berichterstattung 2.0

ESG - EU schafft gesetzlichen Rahmen für Nachhaltigkeit  

Die EU verfolgt das klare Ziel, eine gesellschaftliche Unternehmensverantwortung ins Zentrum jeder Geschäftsstrategie zu rücken. Der politische Rahmen wurde 2011 geschaffen, als die EU-Kommission ihre neue CSR-Strategie veröffentlicht und in 2014 eine Ausweitung der Berichtspflichten durch die sogenannte CSR-Richtlinie realisiert hat. In 2017 erfolgte die Umsetzung in deutsches Recht und es wurden große, kapitalmarktorientierte Unternehmen und Finanzinstitute durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) dazu verpflichtet, über nichtfinanzielle Themen zu berichten. Diese Verpflichtung zur Veröffentlichung einer nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung schlägt sich in § 289b beziehungsweise § 315b HGB nieder. Im Zuge des Grünen Deals der EU von Ende 2019 wurde die CSR-Richtlinie überarbeitet und die EU-Taxonomie verabschiedet. Darin sind EU-weite, verbindliche Nachhaltigkeitsanforderungen definiert, welche dem übergeordneten Ziel der Klimaneutralität der EU bis 2050 dienen und dieses vorantreiben soll.

Am 21. April 2021 hat die Europäische Kommission ein umfangreiches Maßnahmenpaket veröffentlicht welches unter anderem Vorschläge zur Überarbeitung der bisher bestehenden CSR-Richtlinie enthält. Die Vorschläge umfassen unter anderem:

  • die Ausweitung des Kreises berichtspflichtiger Unternehmen,
  • eine inhaltliche Überarbeitung der Berichterstattung durch einen EU-eigenen Standardsetter (EFRAG),
  • die gesetzliche Klarstellung der „doppelten Materialität“,
  • den Lagebericht als einzig zulässiges Berichtsformat,
  • das ESEF Tagging auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und
  • die Ausweitung des Bilanzeids.

Die Übernahme in nationales Recht ist bis 2022 vorgesehen mit Erstanwendung der neuen Regelungen zum 1. Januar 2023. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie hier informiert.

Unsere Leistungen für die CSR-Berichterstattung 2.0

Bei den Herausforderungen, die sich im Hinblick auf die aktuell geltenden gesetzlichen Anforderungen, aber auch zukünftigen gesetzlichen Änderungen im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung ergeben, unterstützen wir Sie gerne mit unserem interdisziplinären Team. Gerne entwickeln wir mit Ihnen einen passgenauen Beratungsansatz.

Bei Interesse und für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner
 Harald von Heynitz Partner of Counsel
EU-Taxonomie- und EU Offenlegungs-Verordnung
Unterstützung bei der erstmaligen Erstellung eines Nachhaltigkeitsreportings
Steigender Einfluss von ESG-Faktoren auf die Wirtschaft
Europäische Kommission veröffentlicht Maßnahmenpaket