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Schluss mit lustig?

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Die letzte Klausur hast Du erfolgreich hinter Dich gebracht, alle Creditpoints wurden Deinem Konto gutgeschrieben und mit tiefem Blick in den Spiegel und über den Campus musst Du tatsächlich feststellen: Für 19 gehst Du auch schon lange nicht mehr durch. Es wird also höchste Eisenbahn für den ersten Job nach dem Studium. Und auf einmal drängen sich etliche Fragen auf: Wie werde ich mit meinen neuen Kollegen klar kommen? Wird die Umstellung vom Studentenleben auf den Arbeitsrhythmus (oder auch Arbeitsalltag) eine große Herausforderung? Schaffe ich es, die mir zugeteilten Aufgaben zu meistern? Und wie setze ich überhaupt das erlernte theoretische Wissen in die Praxis um?     

Die ersten zwei Tage bei der FAS AG begannen für mich mit einem Betriebsausflug nach Innsbruck (bei der FAS AG auch Offsite oder Office Outing genannt). Zugegeben, der Anfang ist nicht unbedingt einfach, denn man trifft immer auf ein Rudel neuer Kollegen, die alle miteinander vertraut sind und sich in altgewohnte Grüppchen aufteilen. Das Offsite war allerdings die perfekte Möglichkeit, um in einer lockeren Atmosphäre erste Bekanntschaften mit zukünftigen Kollegen und Vorgesetzten zu machen. Dank den Teambuilding-Aktivitäten und dem gemeinsamen Abendessen sowie der anschließenden Tour durch das Innsbrucker Nachtleben fühlte ich mich sofort integriert und meine ersten Ängste und Fragen waren wie verflogen. 

Eine Woche später war es dann letztendlich soweit: Anzug an, und ab ins Büro! Eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung machte sich breit. Aber immerhin war ich gut vorbereitet: Das passende Outfit war gewählt, der leckere Kuchen gebacken und ein großzügiger Zeitpuffer für den neuen Arbeitsweg durfte natürlich auch nicht fehlen. Kaum angekommen drehte sich alles erst einmal rund um die Organisation – ein kurzes Gespräch mit dem Chef, die Arbeitskollegen am Standort kennenlernen und den Computer einrichten. Dazu kamen noch einige Präsentationen der jeweiligen Service Lines der FAS AG – ganz schön viel Input auf einmal! Aber zum Glück bekommt jeder Neueinsteiger durch das „Paten-Programm“ einen bereits erfahrenen Mitarbeiter zur Seite gestellt. Gerade am Anfang hat sich für mich dieses Programm als äußerst nützlich erwiesen. Sowohl im Hinblick auf allgemeine Fragen zum Berufseinstieg, als auch zu internen Vorgehensweisen war ich im regen Austausch mit meinem Paten.

Nach der ersten Woche fängt das Berufsleben dann erst richtig an. Die ersten Aufgaben sind erledigt und bevor man eine E-Mail versendet, liest man sich diese ein Dutzend weitere Male durch, um auch wirklich sicher zu sein, dass sich keine Rechtschreibfehler untergeschlichen haben. In der Zwischenzeit gewöhnt man sich erstaunlich schnell an den Umstieg vom Studentendasein auf das Berufsleben. Gemeinsame Aktivitäten mit den Kollegen wie der Besuch des Hamburger Fischmarkts, das Stuttgarter Sommerfest oder ein After Work Drink helfen dabei. Zeitgleich sind diese Aktivitäten die beste Chance, die meiner Meinung nach jeder Neueinsteiger nutzen sollte, um innerhalb des Unternehmens neue Freundschaften zu schließen. Ganz nach dem Motto: No great story ever started with someone eating a salad.

Aber auch das erste Projekt bei einem Kunden vor Ort lies nicht lange auf sich warten. Nach kurzer Zeit bekam ich die Nachricht, dass es für mich und zwei weitere Kollegen zu einer IFRS Conversion geht. Vorfreude machte sich in mir breit, allerdings drängten sich auf einmal aber auch wieder alte Fragen auf: Schaffe ich es das theoretische erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen? Die Antwort ist: Ja! Zwar ist man am Anfang auf die Unterstützung der Kollegen angewiesen, allerdings findet auf diese Weise auch ein schneller Wissenstransfer statt und dadurch lernt man recht zügig, selbstständig auf eigenen Beinen zu stehen. 

Schlussendlich lässt sich sagen, dass die zuerst gestellten Fragen und Ängste absolut überflüssig waren. Denn in einem Unternehmen laufen keine Zombies herum, niemand beißt wenn man eine Frage stellt und kalter Kaffee wird einem auch nicht serviert – also nichts vor dem man sich fürchten müsste. Mit der ersten Projekterfahrung in den Knochen kann ich zudem schon nach kurzer Zeit sagen, dass ich es nicht bereue bei der FAS AG angefangen zu haben. Das zwischenmenschlich hervorragende Verhältnis zu meinen Kollegen und Vorgesetzten erleichtert es mir morgens den Wecker zu ertragen.

In diesem Sinne: Auf einen gelungenen Einstieg.

Kristian Matovina und Sebastian Breuer