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Die Roboter übernehmen die Macht: Rechnungswesen 4.0 kommt!

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Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter uns. Der Start erfolgte durch unseren Prokuristen und Spezialisten für die Schnittstelle IT und Fachlichkeit, Jürgen Diehm. Mit seinem Beitrag im Magazin Going Public zum Thema „Rechnungswesen 4.0 – Auswirkungen des technologischen Wandels auf das Rechnungswesen“. Darin erläutert Jürgen Diehm wie sich die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung auf die Strukturen, Prozesse und Anforderungen an die Mitarbeiter in den Finanzbereichen von Unternehmen auswirkt. Beispielhaft seien genannt, die zunehmende automatisierte Erfassung von Belegen mittels OCR-Schnittstelle oder die mobile Erfassung von Reisekosten mittels Smartphone Scan. Der Artikel steht natürlich auf der Homepage von Going Public  sowie auf unserem Xing-Profil unter Unternehmensneuigkeiten zur Verfügung. Für weitere Informationen und zukünftige fachliche Diskussionen kommen Sie in unsere neue Xing-Gruppe "Accounting 4.0".

Montag und Dienstag fand dann in Berlin die Konferenz i.CONECT 360° Finance Strategy & Technology Minds 2015 statt. Hier konnten wir zahlreiche sehr gute Gespräche mit bestehenden und potenziellen Mandanten über die aktuellen Trends im Finanzbereich führen. Interessanterweise lautete auch hier einer der Workshops „Automatisierung im Rechnungswesen – Die Roboter übernehmen die Macht!“. Wenngleich der Workshoptitel natürlich provokant gewählt war, zeigt dies doch, wie akut dieses Thema ist und, dass sich die meisten Unternehmen auch im Finanzbereich auf die Auswirkungen der Digitalisierung einstellen sollten. Die Auswirkungen auf die Musikbranche, die Reisebranche sowie das Retailgeschäft der Banken (wann waren Sie zuletzt in einer Bankfiliale?) sollten als warnendes Beispiel dienen, sich rechtzeitig damit zu beschäftigen.
Unser eher traditioneller Workshop umfasste die Acquisition Value Chain („AVC“) und erläuterte wie Akquisitionsprozesse möglichst effizient gestaltet werden sollten, um einerseits Synergien aus den einzelnen Schritte der AVC zu realisieren (z. B. zwischen Due Diligence und Post Merger Integration „PMI“), andererseits aber auch insbesondere einen Verlust an Know-how Pre und Post Deal zu vermeiden. Die Workshopunterlagen senden wir Ihnen sehr gerne zu. Das entsprechende Buch „Der effiziente M&A Prozess: Die Acquisition Value Chain“ erhalten Sie bei Amazon oder direkt über uns.

Parallel starteten auch am Dienstag bereits die Strategie Tage Finance, Business Intelligence & Shared Services 2015 auf Schloss Bensberg. Mit über 150 Teilnehmern eine sehr große Veranstaltung, welche die verschiedensten Teilbereiche der Finanzfunktionen beleuchtete. Weniger fachlich als philosophisch unterhaltsam war am Mittwoch die Runde unter anderem mit den Herren Michel Friedman und Gregor Gysi zum Thema Ethik und Unternehmertum. Eine sehr spannende Diskussion, insbesondere auch vor dem eher realeren Hintergrund der Steueroptimierungsstrategien von Unternehmen und der daraus resultierenden ersten Gegenreaktion der Politik, in dem sie Unternehmen zu einem sogenannten Country-by-Country-Reporting verpflichtet. Dies beinhaltet unter anderem eine Offenlegung der Umsätze, Ergebnisse und Steuerzahlungen nach einzelnen Ländern. Damit soll mehr Transparenz geschaffen werden, inwieweit eine Firma ein Good Corporate Citizen ist, wobei hier natürlich impliziert wird, dass dies nur der Fall ist, soweit ausreichend Steuern gezahlt werden.
Sehr gerne können wir Ihnen auch zum Country-by-Country-Reporting weiterführende Unterlagen zur Verfügung stellen.

Neben den Konferenzaktivitäten bewegte sich auch einiges bei unseren neuen Mandaten. Neben der Optimierung von Prozessen im Finanzbereich, führen wir aktuell mit drei weiteren Börsenkandidaten Gespräche über die Unterstützung bei der IPO-Readiness mit Themen wir IFRS bzw. US GAAP-Conversion, Optimierung des Risikomanagement oder Fast Close. Unser historisches Kernprodukt, die IFRS Conversion, gewinnt damit erneut an Bedeutung – dem sehr guten Kapitalmarkt sei es gedankt. Mit DAX-Ständen von inzwischen über 11.300 scheint auch die 12.000er Marke greifbar. Draghi und die EZB machen es möglich, wobei ihre Argumentation aus unserer Sicht fehlerhaft ist. Die Weichgeldpolitik zielt auf die Vermeidung der aktuell drohenden (Konsumentenpreis-)Deflation ab. Betrachtet man jedoch die Preissteigerung der Vermögenswerte wie Immobilie und Aktien (Oldtimer, Kunst etc.), so liegt bei weitem keine Deflation, sondern sogar eine gewaltige Vermögenspreisinflation vor. Ein Fehler, nur auf die Konsumentenpreise zu schauen, der sich leider historisch zu wiederholen scheint.

In diesem Sinne, nutzen Sie die Automatisierung und Digitalisierung, aber behalten Sie einen Blick auf die wichtigen Dinge.

Bis bald

Ihr
Ingo Weber