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Aktionsplan gegen “Gray Rhinos”

#GoDigital -

Mehrere Tonnen schwer, mit Horn, auf Sie zu rasend, unübersehbar und dennoch häufig ignoriert. So beschreibt Michele Wucker ihr Konzept von „Gray Rhinos“. Die Theorie dahinter passt in die Zeit, die Zeichen stehen auf wirtschaftliche Turbulenzen. Rezessionsängste bestimmen die Laune in kleinen, mittleren und großen Unternehmen und Statistiken der Bundesbank bestätigen den konjunkturellen Abschwung bereits. Was also tun? Während die Regierung mit Passivität den Abschwung beobachtet, sollten Unternehmen dem „Gray Rhino“ mit antizyklischem Verhalten begegnen – Bewegung statt Stillstand. Der Aktionsplan beinhaltet dabei vor allem die Investition in Technologie und Innovation. Der Einsatz von neuen Tools und Software in administrativen Bereichen und der Unternehmenssteuerung ermöglicht die Steigerung der Effizienz und Qualität. Insbesondere die Analyse und Optimierung der Unternehmensprozesse sollte im Aktionsplan wiederzufinden sein. Die Nutzung von Technologien wie beispielsweise Process Mining ist eine vielversprechende Möglichkeit Potentiale zur Effizienzsteigerung zu erkennen und mit anschließenden Optimierungsmaßnahmen zu heben. 

Die digitale Transformation muss dazu genutzt werden, den offensichtlich bevorstehenden konjunkturellen Abschwung ohne weiteren Produktivitätsverlust in Deutschland und der Eurozone zu überstehen. Entgegen den Entwicklungen ab 2007 und der Eurokrise, sollte im Gegenzug die Produktivität wieder erhöht werden. Ein dazu veröffentlichtes OECD Arbeitspapier verdeutlicht die Notwendigkeit von Investitionen gerade in eher schwach digitalisierten Bereichen, um die Wettbewerbsfähigkeit nicht vollständig zu verlieren. 

Effiziente Steuerungsmöglichkeiten ergeben sich auch mit dem Einsatz von Corporate Performance Management-Systemen. Ein weiterer Punkt, der sich im Aktionsplan wiederfinden sollte. Die prozessuale End-2-End Abbildung der Finanzorganisation, mit der Möglichkeit Daten zu erheben und gezielt zu analysieren, verändert den Fokus von transaktionalem Arbeiten zu einer Gedanken- und Ideenfabrik. Erhöhte Transparenz erlaubt neue Einblicke und ein besseres und schnelleres Verständnis der dynamischen Umwelt. 

Transaktionale Tätigkeiten werden im Gegenzug effizient mit Hilfe von RPA automatisiert – unter Produktivitätsaspekten der wahrscheinlich wichtigste Punkt des Aktionsplans. Die Automatisierung von (Teil-)Prozessen lässt sich vergleichsweiße einfach quantitativ bewerten und nach erfolgreicher Implementierung skalieren. 

Die digitale Transformation wird auch während einer schwachen Konjunktur und einer möglichen Rezession nicht stoppen. Für bestehende Marktteilnehmer ist ein antizyklisches Verhalten und die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten wichtig, um gegenüber (neuen) Wettbewerbern, auch international, nicht das Nachsehen zu haben.  Das „Gray Rhino“ steht vor der deutschen Wirtschaft. 

Wenn Sie mehr über „Gray Rhinos“, den Unterschied zu „Black Swans“, insbesondere im Zusammenhang mit der Finanzkrise 2007, und der Relevanz des „Gray Rhino“-Konzepts in China lesen möchten lesen sie hier!

Im nächsten Blogbeitrag erfahren Sie, was Facebooks Kryptowährung Libra bedeutet und, ob die „Gray Rhino“-Theorie auch hier zutrifft. 

Bis dahin

Patrick Weber

#digitalfuture #finance