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Urlaubstypen

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Der Sommer neigt sich so langsam dem Ende, die Nächte werden immer kühler, die Tage stetig kürzer und der Herbst klopft unerbittlich an die Pforte. Zeit noch einmal an den Urlaub zurückzudenken. Neben den tollen Destinationen, sei es in Europas Süden oder auch in Deutschland und den zahlreichen spannenden Erlebnissen, sind es natürlich auch die Menschen, die eine Reise ausmachen. Beobachtet man die Mitreisenden mehr oder minder aufmerksam an den jeweiligen Urlaubsorten, so kann man sich auch überlegen, wie diese wohl im normalen Leben, also auch im Job agieren würden. Mir sind im Urlaub dabei ein paar Urlaubertypen aufgefallen:

Typ „Mein Schäufelchen“/„Meine Liege“:  In jungen Jahren im Sand im Kinderclub oder am Strand anzutreffen, wird sein Schäufelchen mit Vehemenz gegen andere Kinder verteidigt. Wenn er aufwächst mutiert das „Mein Schäufelchen“ zum – Handtuch noch vor dem Frühstück auf die beste Liege zu legen – vorzugsweise auch immer dieselbe bis hin zu heftigen Diskussionen, sollte jemand noch früher mit der Reservierung dran sein. Im Berufsleben ist es der Typ, der mit Argusaugen darauf achtet, dass sich niemand seinen Aufgaben, Mitarbeitern, Kontakten oder Kunden nähert und diese womöglich wegnimmt.

Typ „Paketsprung“ (danke Wikipedia, für die Formulierungsalternative zu „A…bombe“): Man liegt entspannt am Pool, schlürft seinen Cocktail und freut sich über das Leben. Dann kommt dieser Typ (gerne auch nach diversen Kaltgetränken) und rennt an allen laut grölend „A….bombe“ vorbei, um mit einem Paketsprung im Pool zu landen, umfangreiche Befeuchtung  aller anderen Unbeteiligten inklusive. Im Job eigentlich analoges Verhalten, nur mit mehr Kleidung und ohne Sprung in den Pool, dafür gerne in Meetings, Versammlungen oder Gesprächen sich mit Belanglosigkeiten in den Vordergrund drängend. Gibt es auch in der Abwandlung Typ „Dancing Queen“ Abends auf der Tanzfläche.

Typ „Abnehmen im Urlaub“: Es leben die guten Vorsätze, im Urlaub wird viel Sport gemacht und nur gesund gegessen, dann purzeln die Pfunde und man kommt topfit aus dem Urlaub zurück. Im Ergebnis sind es die Mitreisenden, die man zwar einerseits häufig beim Sport antrifft, aber mindestens genauso häufig an der Essensstelle, heute hab ich Sport gemacht, da gönn ich mir mal was. Erfolgreichen Abnehmern im Urlaub begegnet man allerdings eher selten. Beruflich häufig leider auch genauso konsequent inkonsequent, man nimmt sich viel vor, wenn’s gut läuft noch konzeptionell stark, aber scheitert an der Umsetzung.

Typ „Toasted“: Getreu dem Motto „Bist‘e braun, kriegst‘e Frau’n“, wird ohne Rücksicht auf Verluste sofort nach Ankunft, zur Not auch vor Bezug des Zimmers, sich direkt in die Sonne gelegt, Sonnencreme gerne auch weggelassen („ich bin ja schon vorgebräunt“), um das Maximale aus dem Urlaub rauszuholen. Das extrem gerötete Ergebnis ist dann häufig beim Abendessen zu besichtigen, gerne begleitet mit entsprechendem Jammern und der Frage nach After Sun Lotion. Zurück am Schreibtisch ist er der Typ, der gerne erstmal loslegt („umsetzungsorientiert“), ohne sich vorab sinnvoll Gedanken über das Vorgehen zu machen und sich entsprechend vorzubereiten.

In diesem Sinne, welche Urlaubertypen sind Ihnen denn auf Ihrer Reise begegnet und wie würden diese sich im Beruf verhalten?

Beste Grüße

Ingo Weber